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  • Sandra Bischoff

Jahresrückblick aus dem Gemeinderat

Das Jahr 2021 war für viele lokalpolitisch Interessierte von der „Wurstfabrik“ geprägt. Doch im Gemeinderat gab es noch viele weitere Themen die interessant und auch wichtig waren.



Schon im Herbst 2020 gab es spannende Themen wie die Einrichtung von Kinderfeuerwehren im Gemeindegebiet, die Entscheidung den Kindergarten in Sassanfahrt als Neubau zu planen und der Bau eines MINT-Zentrums in Hirschaid. Alles Themen die mich als Familienbeauftragte schon sehr interessierten.


Im neuen Jahr befassten wir uns neben den Serverproblemen der Schulen für’s Homeschooling mit der Beschaffung von (Leih-)Tablets und der Optimierung der Infrastruktur für Internet und Gerät ein den Schulen. Zudem begannen wir mit dem Thema Friedhofsgebühren. Die Satzung war länger nicht angepasst worden und entsprach nicht mehr den entstehenden Kosten. Die Gemeinde will bei den Gebühren nichts verdienen, aber möglichst kostendeckend arbeiten. Wir konnten auch an der Gestaltung der allgemeinen Friedhofssatzung mitwirken.


Ein großes Thema im späten Winter war das Wasserschutzgebiet Hirschaid. In diesem Gebiet soll Wasser vor Ort versickern. Dazu müssen zusätzliche Regenrückhaltebecken gebaut und weitere Maßnahmen getroffen werden. Das Ganze wird die Gemeindekassen stark belasten, da es sehr kostenintensiv ist.


Zudem ging es um Impfangebote für über 80-Jährige und die Umstellung der Anmeldung für Kitas im Gemeindegebiet auf online. Dadurch soll es keine Doppelanmeldungen mehr geben und die Eltern können drei Prioritätseinrichtungen angeben.


Im März kam unser Antrag zur Salzstreuung in den Gemeinderat. Wir erfuhren, dass die Gemeinde einen differenzierten Räum- und Streuplan mit einer Prioritätenliste aller Straßen umsetzt und Steinsalz als Streumittel verwendet. Auch soll die Information für die Bürger in einer verständlicheren Form veröffentlicht werden, nicht nur die betreffenden Paragrafen zum Thema privater Einsatz von Streumitteln. Auch unser zweiter Antrag zum Thema WLAN HotSpots im Gemeindegebiet wurde besprochen und es sollen nun jährlich neue Vorschläge für HotSpots aufgenommen werden und nach und nach umgesetzt werden.


Leider entschied sich der Gemeinderat knapp gegen eine nachhaltigere Stromversorgung mit einer Neuanlagenquote beim Anbieter des Stroms. Dadurch wäre der Strom natürlich teurer geworden, aber wir würden mit gutem Beispiel voran gehen und das Geld wäre in neue Anlagen zur Stromgewinnung investiert worden.


Im Frühsommer ging es um Themen wie die geplante Seniorenresidenz im Ortskern, die Neuplanung des Industriegebiets Ost mit drei Kreisverkehren, Lüftungsanlagen für die Schulen und Kitas und die Genehmigung des Haushalts.


Im Sommer befassten wir uns mit einer Anpassung der Kitagebühren, des Baus neuer Ladesäulen, dem Bericht aus dem Jugendzentrum, der Anpassung der Hundesteuer und einer Neuanschaffung der Sirenen im Gemeindegebiet wo nötig.


Zudem sprachen wir über Themen den Bahnausbau betreffend. Ob nun die Sperrung der Maximilianstraße, die vom Bürgermeister und Verwaltung verhindert werden konnte, oder die zukünftige Parkplatzsituation.


Ein weiteres Thema war die weitere Bebauung des Nahversorgungszentrums Sassanfahrt. Hier hatten wir immer wieder Bedenken, die Lärmemissionen betreffend und wollten unbedingt Dach und Fassadenbegrünung. Ich darf verraten, es lohnt sich hartnäckig zu bleiben, da wir nun eine erhöhte Schallschutzmauer haben werden und auch mehr Bepflanzung als ursprünglich vorgesehen.


Gegen Ende des Jahres wurde uns mitgeteilt, dass die Firma Distler das Mitteilungsblatt in Zukunft nicht mehr verlegen wird. Ein Arbeitskreis Mitteilungsblatt wurde ins Leben gerufen und ich war Mitglied. Wir hörten verschiedene Angebote an und konnten einen guten und dennoch regional ansässigen Partner gewinnen. Wir gehen mit dem neuen Mitteilungsblatt einen guten Weg, auch weil es in naher Zukunft digitaler werden wird. Es ist klimaneutral und wird in Zukunft für alle Bürger zugänglich sein.


Ein beeindruckender Bericht wurde uns im Spätherbst präsentiert. Es ging um die Feuerwehren im Gemeindegebiet, deren Abdeckung und Ausstattung und der Erfassung der Gebäude im Gemeindegebiet. Respekt für die vielen ehrenamtlichen Stunden die hier hineingeflossen sind.


Ich engagierte mich für Pooltestungen in den Kitas, wobei ich auch durch die Gemeinde unterstützt wurde. Jedoch konnte das Landratsamt diesem Thema nur eine Absage erteilen, und zwar wegen Kapazitätsproblemen.


Das Ganze soll euch einen Einblick geben, mit welchen Aufgaben wir uns im Gemeinderat beschäftigen und was in einem Jahr alles für verschiedene Themen auf den Tisch kommen. Wie ihr seht, ist es ein weites Spektrum. Und das waren nur die herausstechenden TOPs und definitiv nicht alle Punkte.

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Wir haben unsere ersten Anträge eingereicht! Genauer gesagt sind es zwei Stück. Einer befasst sich mit dem Thema Salzstreuung. Bürger kamen auf uns zu und bemängelten den übermäßigen Einsatz von Streu