Bei der letzten Sitzung des Kreistages stand einiges Formales auf der Tagesordnung, aber auch einige wegweisende Beschlüsse mussten getroffen werden.

3. Sitzung des Kreistages

Pandemie Entwicklung im Landkreis

Frau Dr. Paulmann vom Gesundheitsamt stellte im ersten Tagesordnungspunkt der dritten Kreistagssitzung die Entwicklung der Corona-Pandemie im Landkreis Bamberg vor. Sie zeigte anhand von Zahlen, wie sich das Corona-Geschehen im Landkreis entwickelt hat. Die vielfältigen Corona bedingten Aufgaben konnten nur durch eine Aufstockung des Personals auf das Dreifache (von 40 auf 120 Beschäftigte) bewältigt werden. Die Impfung sowohl der Bewohner als auch der Beschäftigten der Pflege- und Seniorenheime im Landkreis ist mittlerweile 

abgeschlossen. Derzeit wird die Impfung in den Heimen für geistig Behinderte durchgeführt. Die Impfung der Personen mit höchster Priorität (Gruppe 1) kann damit langsam abgeschlossen werden. Anschließend wird den Personen mit hoher Priorität (Gruppe 2) eine Impfung angeboten. So wird eine Prioritäten-Gruppe nach der anderen langsam abgearbeitet. Dies ist alles nur möglich, weil die Beschäftigten des Gesundheitsamtes ein großes Engagement an den Tag legen – rund um die Uhr und das 7 Tage die Woche - um die Corona-Pandemie in Griff zu bekommen und verdienen unser herzliches Dankeschön.

Neuer Mitarbeitertarif der GKG

Auch das nächste Thema verdient unser großes Dankeschön an alle Beteiligte. Die Geschäftsführung der Gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft des Landkreises Bamberg mbH (GKG) hat zusammen mit dem Gesamtbetriebsrat unter Beteiligung des Landkreises Bamberg einen neuen Mitarbeitertarifs ausgearbeitet. Die rund 1400 Beschäftigten (alle Beschäftigtengruppen außer den Ärzten) erhalten zukünftig ca. 3,1 Millionen Euro jährlich mehr – ca. 2 Millionen die 11 Heime und ca. 1 Million die 2 Kliniken. Dies entspricht einer Einkommenserhöhung um ca. 20 Prozent. Der Landkreis unterstützt diese Maßnahme mit gesamt 7,5 Millionen Euro, jährlich 1,5 Millionen bis 2025. Dies hat der Kreistag einstimmig beschlossen. Mit dieser besseren Bezahlung der Beschäftigten insbesondere bei Nacht- und Wochenendschichten, möchte man die GKG besser bezüglich dem Fachkräftemangel positionieren, um auch leichter neue Beschäftigte zu gewinnen und auch die Mitarbeiterbindung zu verbessern. Alle Beteiligte lobten das neue Vergütungssystem – es ist ein Schritt in die richtige Richtung und längst überfällig.

Mit einer zweiten Maßnahme möchte die Krankenhausgesellschaft GKG den Fachkräftemangel entgegenwirken: die Etablierung einer eigenen Krankenpflegeschule im Landkreis Bamberg. Dies möchte man mit einer 22-prozentigen Beteiligung der GKG an der Krankenpflegeschule des Bamberger Bildungszentrums für Altenhilfe BZFA realisieren. Auch hierfür gab der Kreistag einstimmig seine Zustimmung.

Alltagsradwegenetz

Ein weiteres wichtiges Thema war der Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des Alltagsradverkehrskonzeptes. Markus Hammrich vom Landratsamt stellte das Konzept vor. Ziel des Projektes ist es, sichere und schnelle Radverkehrsverbindungen im Landkreis zu schaffen und dadurch den Anteil des Radverkehrs zu steigern und die CO2-Bilanz zu verbessern. Wir Grüne unterstützen natürlich dieses Thema und bedanken uns ausdrücklich bei allen Beteiligten, die dieses Konzept ermöglichten. Nun geht es um die rasche Umsetzung und Verbesserung des Alltagsradwegenetzes. Dazu ist die Vorstellung und Diskussionen in den einzelnen Gemeindegremien im gesamten Landkreis, aber auch in der Öffentlichkeit notwendig. Wir fordern ausdrücklich die Gemeinden auf, in der Verwaltung einen Ansprechpartner für das Thema Radwegenetz auszuweisen. Die Gemeinden und der Landkreis müssen sich dem Thema annehmen und auch finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um bei dem Thema voran zu kommen.  Ein wichtiger Punkt ist auch die Beseitigung der Lücken und Gefahrenstellen, insbesondere sind teilweise die Ortsdurchfahrten für den Radverkehr sicherer und attraktiver zu gestalten. Hier sind neue kreative Gestaltungsvarianten gefragt.

 

Es gibt noch viel zu tun – packen wir es an.

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