JAHRESRÜCKBLICK 2020

Wenn es für die, die nach uns kommen, eine Welt geben wird,

in der sie leben können, dann nur deshalb,

weil wir es verstanden haben,

den Wandel von der industriellen Wachstumsgesellschaft

zu einer langfristigen lebenserhaltenden Gesellschaft zu vollziehen.

Joanna Macy

Dieser Satz steht bei der ökologischen Liste ganz oben auf der Homepage und auch über unserem Agieren im Gemeinderat. Roland König war 8 Jahre, Albert Deml war 10 Jahre im Gemeinderat.
Wir haben uns immer wieder für Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und für einen ökologischen Wandel eingesetzt, um dieses Ziel zu erreichen. Oftmals mussten wir grundsätzliche Überzeugungsarbeit leisten, um mehr Verständnis für einen ökologischen Umbau bei unseren Gemeinderats-Kolleg*innen zu erreichen.

Eine unserer letzten Handlungen im Gemeinderat war der Antrag, zukünftig die Entscheidungen im Gemeinderat auf Klimarelevanz zu überprüft und dies bei der Entscheidung mit zu betrachten.
Dieser Antrag wurde leider vertagt und soll nun im neuen Gemeinderat beraten und entschieden werden. 

Auch ein zweites wichtiges Thema wurde nicht mehr behandelt und daher ins neue Gremium verschoben: Der ICE Ausbau und speziell das Thema Haltepunkt-Verlegung. Eine Initiative hatte einen Bürgerantrag gestellt, um doch noch eine Haltepunkt-Verlegung in Hirschaid zu erreichen. Wir hatten uns in der Vergangenheit in vielen Sitzungen mit dem Thema beschäftigt und die unterschiedlichen Positionen kontrovers diskutiert. Das Thema ICE Ausbau wird die Gemeinde noch viele Jahre beschäftigen. Es bleibt zu hoffen, dass für Hirschaid eine einigermaßen vernünftige Lösung gefunden wird.

Am Ende unserer Amtszeit hat auch uns das Thema Corona eingeholt. So waren die letzten Sitzungen geprägt von der Diskussion, wie wir in Hirschaid am besten auf diese Gefahr reagieren. Die Meinungen gingen damals noch stark auseinander. Mittlerweile sind wir schlauer geworden und wissen jetzt mehr über dieses Virus. Nichts desto trotz bleibt es schwierig, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Corona war auch der Grund, warum unsere Verabschiedung sich zeitlich nach hinten geschoben hat. Aber es fand dann doch noch eine Verabschiedungsfeier in einem würdigen Rahmen statt.

Albert Deml, Roland König

Seit Mai 2020 bin ich nun Marktgemeindrätin in Hirschaid.

Hätte ich damit im Januar gerechnet? Nein. Habe ich diese Aufgabe mit viel Verantwortung angenommen. Ich denke so langsam.

Viele Abläufe und Strukturen sind mir nach knappen sieben Monaten klarer. Die Verantwortung für die Gemeinde und ihr Bürger*Innen ist mir klarer, denn das sind Familie, Freunde, Parteikollegen und Bekannte. Keine unbekannten Gesichter, sondern Menschen mit Problemen und Anliegen, mit Freude an unserer Gemeinde und Ideen diese zu einem noch besseren Ort für uns alle zu machen. Die Laufzeit mancher Entscheidungen ist mir klarer. Dauert es doch einige Monate bis Jahre bis aus einer Zusage im Marktgemeinderat zum Beispiel ein neuer Kindergarten wird.

Gleich zu Anfang war mir klar, es musste ein neuer Schwerpunkt für die verschiedenen Gruppen in Hirschaid her. Besonders die Familien waren meiner Meinung nach unterrepräsentiert. Der Kinder- und Jugendbeauftragte sollte „generalüberholt“ werden und so schrieb ich für die erste Sitzung einen Antrag. Durch Gespräche mit dem Bürgermeister erfuhr ich von dem Engagement eines anderen Kollegen aus dem Marktgemeinderat und der Kontakt wurde hergestellt. Wir erstellten mit anderen interessierten Marktgmeinderät*Innen ein Konzept und sind am Ende nun stolz darauf Bürgerbeauftragte mit unterschiedlichsten Schwerpunkten ins Leben gerufen zu haben.

Mein Schwerpunkt sind Familien und Neubürger.

Dabei habe ich viele Schnittmengen mit meinem Kollegen Martin Wünsche mit seinem Schwerpunkt Jugendliche und Kinder und wir arbeiten fraktionsübergreifend zusammen.

Zusammen versuchten wir Kontakt zu einigen Kindergärten und Schulen herzustellen, was sich natürlich in der Coronazeit nicht immer einfach gestaltete. Leider hat nicht jede Einrichtung auf unsere Kontaktaufnahme reagiert. Ich denke nun wissen sie jedoch, dass es uns gibt und können sich an uns wenden. Genauso wie jede Bürger*In in der Marktgemeinde Hirschaid.

Einige Treffen haben stattgefunden und hieraus entstanden Arbeitsaufträge für Martin Wünsche oder mich. Vieles davon konnten wir im Gespräch mit dem Bürgermeister und der Verwaltung im Rathaus klären. Ein großes Lob geht hier an die unbürokratische und offene Herangehensweise des Bürgermeisters und der Mitarbeiter im Rathaus. Ich fand bisher immer offene Ohren, zielgerichtete Lösungsvorschläge und viel Geduld vor. Und das machte mir das Einleben in den neuen „Job“ leichter.

Sandra Bischoff

Ich wünsche euch eine ruhige, besinnliche Weihnachtszeit, frohe Festtage und für das neue Jahr Glück, Gesundheit und Erfolg

  Jeremiah Katatumba

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